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8. Juli 2014

Die Nullzinspolitik der EZB und die Sparbuch-Mentalität der Deutschen

Soeben hat die Bundesregierung das Reformgesetz für Lebensversicherungen verabschiedet, eine Reaktion auf die lang anhaltende Niedrigzinsphase und die "Nullzinspolitik" der Europäischen Zentralbank. Doch obwohl darüber allgegenwärtig gejammert wird – aus unserer Sicht gibt es dazu keinen Grund: Vermögensaufbau und Vorsorge gehen auch anders – und sogar noch viel besser!

Nullzinspolitik

Das Reformgesetz für die Lebensversicherungen (LVRG) ist durch, in aller Stille. Während die Aufmerksamkeit der Deutschen ganz der Fußballnationalmannschaft gilt, die zur gleichen Zeit bei der Weltmeisterschaft in Brasilien das Halbfinale erreicht hat, bringt das Reformgesetz weitreichende Änderungen für Lebensversicherer und ihre Kunden auf den Weg.

Die klassische Lebensversicherung ist praktisch am Ende

Diese Änderungen sind umfangreich geraten und betreffen so viele Aspekte, dass eine Einzelbetrachtung leicht den Blick für das Große, Ganze verstellt. Im Kern muss nämlich die Frage gestellt werden, welche Zukunft die deutsche Lebensversicherung klassischer Prägung überhaupt noch hat. 

Die Neuregelungen etwa zur Garantieverzinsung oder zur Beteiligung an den Bewertungsreserven können nicht darüber hinweg täuschen, dass das Produkt Lebensversicherung an sich steht und fällt mit der Zinsentwicklung an den Finanzmärkten. 

Diese wiederum sehen sich aktuell mit einer "Nullzinspolitik" der Europäischen Zentralbank konfrontiert, die wirtschaftspolitisch sinnvoll sein mag, den Sparern aber überhaupt nicht gefällt. Denn die extrem niedrigen Zinsen auf Sparbüchern und zunehmend auch bei den Lebensversicherungen lassen diese Produkte nicht gut aussehen: Sie rentieren sich praktisch nicht mehr, ein Vermögensaufbau ist so nicht mehr möglich.

Schon seit Wochen und Monaten ist das Jammern darüber deshalb groß. Die Deutschen verstehen die Welt nicht mehr: Die Sparbuch-Mentalität ist mit ihrem Latein am Ende.

Geglaubt haben wir bei Hengstenberg & Partner das "Märchen" von der Altersvorsorge allein durch Geldwerte freilich nie. Denn auch für das gute alte Sparbuch und die klassische Lebensversicherung galt immer schon, dass man richtig rechnen sollte. Hohe Zinsen allein sind nämlich kein Garant für eine gute Rendite. Denn die zeigt sich erst unter dem Strich, d. h. nach Steuern und nach Inflation. Und real bleibt da oft nicht viel übrig...

Der "sichere" Vermögensaufbau stand deshalb auch in der Vergangenheit oft nur auf dem Papier, das sagt sogar die Bundesbank. Die aktuelle Niedrigzinsphase bietet deshalb die Gelegenheit, mal über den Zins an sich nachzudenken. 

Zins abgeschafft - na und?

Zins abgschafft – na und?

Mit sehr deutlichen Worten äußert sich dazu Handelsblatt-Online-Chefredakteur Oliver Stock:

"Wir haben doch glatt über Jahrzehnte geglaubt, dass es einen risikolosen Zins gibt. Sozusagen einen Obulus, wenn wir unser Geld auf die Bank tragen."

Ein Zins ist jedoch nichts anderes als der Preis für ein bestimmtes Risiko. Wer kein Risiko eingehen möchte, kann daher auch keinen hohen Preis verlangen. Als Konsequenz daraus fordert uns Oliver Stock dazu auf, Verantwortung für unser Vermögen zu übernehmen anstatt nur gedankenlos in möglichst "sichere" Verträge hinein zu sparen.

Seinen Text sollten Sie unbedingt lesen - da er uns zu 100% aus der Seele spricht! In Deutschland muss jetzt eine neue Kultur des Vermögensaufbaus eingeübt werden. Diese Kultur darf um das Wort "Aktie" keinen Bogen mehr machen, sondern muss diese – insbesondere bei Anlagehorizonten von mehr als 10 Jahren – sogar in den Mittelpunkt der Altersvorsorge stellen.

Erst letzte Woche konnte ich wieder einer Kundin, die sich nach dem Stand ihrer aktienorientierten Rentenversicherung erkundigte, mitteilen, dass sie im Jahr 2013 damit eine Rendite von 8,7 % erzielt hat (belegbar – netto nach Kosten und Steuern!). Diese Frau war so mutig, schon vor mehr als 15 Jahren unseren Empfehlungen zu einer With-Profits-Rentenversicherung beim britischen Anbieter Standard Life zu folgen.

Heute macht genau das den Unterschied! Während die konservativ-klassischen Sparer fürchten müssen, dass ihr Hang zur Vorsicht jetzt sogar Substanz kostet, betreiben unsere Kunden, die einer mutig-vorausschauenden Anlagepolitik folgen, echten Vermögensaufbau und sind von den Änderungen des LVRG gar nicht betroffen.

Umdenken lohnt sich, ein Gespräch mit uns ebenso

Nachhaltiger Vermögensaufbau

Um es nochmals in aller Deutlichkeit zu sagen: Wir bei Hengstenberg & Partner vertreten immer schon den Grundsatz, dass zum langfristigen Vermögensaufbau andere Produkte gehören als das typische Sparbuch oder die klassische Lebensversicherung deutscher Prägung.

Wir empfehlen bereits seit vielen Jahren fortschrittlichere Produkte, die von Versicherern und Investmentgesellschaften mit hervorragender Solidität und Know-How angeboten werden – seien es beispielhaft die With-Profits-Rentenversicherungen von Standard Life oder Canada Life, die investmentorientierte Riester-Rente der DWS oder andere sachwertorientierte Sparformen unterschiedlicher Anbieter.

Heute fühlen wir uns durch Stimmen wie die von Oliver Stock bestätigt. Sprechen Sie mit uns, wenn Sie mehr über unsere Philosophie und unsere Produktempfehlungen wissen möchten.

Versicherungsmakler Andrik Kurschewitz

Andrik Kurschewitz

Andrik Kurschewitz ist Geschäftsführer und Gesellschafter von Hengstenberg & Partner, dem unabhängigen Versicherungsmakler in München. Im H+P-Blog schreibt er überwiegend über Themen zur Personenversicherung und Altersvorsorge.

Profil von Andrik Kurschewitz

Autor: Andrik Kurschewitz Datum: 8. Juli 2014

Kategorien: Vorsorge, Kapitalanlage, In den Medien

3 Kommentar(e) zu diesem Beitrag - schreiben Sie auch einen!

  1. Andrik Kurschewitz (H+P) schrieb am 14. Juli 2014

    Aufgrund einiger Nachfragen möchte ich einen Aspekt ergänzen: Alte Verträge (hoher Rechnungszins, kurze Restlaufzeit, steuerfreie Kapitalabfindung), die auch Kunden von uns besitzen, müssen differenzierter betrachtet werden. Sprechen Sie mich an, wenn Sie eine individuelle Beurteilung haben möchten.

    Vertragsbeginn im ZeitraumRechnungszins
    01/1942 - 06/1986 3,00%
    07/1986 - 06/1994 3,50%
    07/1994 - 06/2000 4,00%
    07/2000 - 12/2003 3,25%
    01/2004 - 12/2006 2,75%
    01/2007 - 12/2011 2,25%
    01/2012 - 12/2014 1,75%
    01/2015 - 1,25%
  2. Christian Brix schrieb am 17. Juli 2014

    Sehr geehrter Herr Kurschewitz, vielen Dank für Ihren informativen Artikel zum LVRG. Ihr Beispiel mit der Rendite von 8,7% für das Jahr 2013 liest sich zwar sehr schön, allerdings wäre die Durchschnittsrendite der letzten 15 Jahre der genannten Rentenversicherung wesentlich interessanter und aussagekräftiger als der Wert eines Jahres.

  3. Andrik Kurschewitz (H+P) schrieb am 17. Juli 2014

    Hallo Herr Brix, diese Information kann ich gerne nachliefern: die durchschnittliche jährliche Nettorendite bei der genannten Rentenversicherung seit Vertragsbeginn beträgt 4,94% (alle Kosten berücksichtigt!). Die Nettorenditen der letzten Jahre lagen deutlich darüber, 2010: ca. 17,2%, 2011: ca. 9,4%, 2012: ca. 9% (jeweils zum Stichtag 1. März). Vergangenheitswerte erlauben natürlich keine Rückschlüsse auf die Zukunft!

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