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21. Oktober 2016

Was bringt die Flexirente?

Am 21. Oktober 2016 hat der Bundestag das Gesetz zur "Flexirente" beschlossen, einer Reform der gesetzlichen Rentenversicherung. Damit sollen Nebenverdienste für Rentner künftig großzügiger gehandhabt werden. Zudem wird der Renteneintritt flexibler gestaltet: Mit Zuzahlungen können Abschläge für eine vorzeitige Verrentung abgefedert werden. Doch sind solche Zuzahlungen wirklich sinnvoll?

Die Flexirente als Option

Die Flexirente ist die Antwort der Bundesregierung (siehe FAZ) auf eine Reihe von Herausforderungen bei der gesetzlichen Rentenversicherung: Immer mehr Rentner beziehen relativ schmale Renten und müssen deshalb nebenher weiter arbeiten. Ihnen soll bei den Hinzuverdienstmöglichkeiten geholfen werden.

Die neue Regel: Erst ab Alter 67 abschlagsfrei in Rente

Wichtig für alle sind jedoch die Regelungen rund um das Renteneintrittsalter: Die Jahrgänge ab 1964 können erst mit Alter 67 abschlagsfrei in Rente gehen (Ausnahme: Man hat schon vorher 45 Beitragsjahre zusammen). Wer nicht so lange arbeiten möchte, kann künftig auch schon früher in Rente gehen, muss dafür aber Kürzungen bei seiner Rente in Kauf nehmen.

Diese Abschläge lassen sich jedoch kompensieren: So sind künftig schon ab Alter 50 Zuzahlungen zur gesetzlichen Rentenversicherung möglich. Damit kann man sich gezielt eine Art "Polster" aufbauen, um etwa schon mit 63 abschlagsfrei in Rente gehen zu können. Für dieses Modell wird hinter vorgehaltener Hand schon geworben  mit dem Hinweis auf die derzeit schlechte Verzinsung von privaten Lebensversicherungen. Berechnungen zufolge sind hierfür Beträge zwischen 60.000 und 70.000 Euro erforderlich.

Es kann oder soll sich also lohnen, sein Geld der Deutschen Rentenversicherung Bund anzuvertrauen. Aber stimmt das auch? Ein rein finanzmathematischer Vergleich kommt auf der Basis der aktuellen Zinssituation und den Daten aus dem Gesetz zur Flexirente tatsächlich zum Ergebnis, dass sich Zuzahlungen zur gesetzlichen Rentenversicherung besser "verzinsen", als das in einer konventionellen Lebensversicherung der Fall ist.

Zuzahlungen in die Deutsche Rentenversicherung Bund sind selten eine gute Idee

Doch diese Rechnung hat gleich zwei Fußangeln: Erstens gibt es bei der gesetzlichen Rente keinen Zins und keinen Kapitalaufbau, weil es sich um ein reines Umlagesystem handelt. Wer hier Zuzahlungen leistet, erwirbt nicht mehr als eine Anwartschaft auf der Basis der aktuellen gesetzlichen Regelung  die sich je nach politischer Wetterlage und den Mehrheitsverhältnissen im Bundestag von Legislaturperiode zu Legislaturperiode ändern kann. Was heute auf dem Papier gut aussieht, kann sich in 10 bis 12 Jahren auch ganz anders darstellen.

Zweitens kann und wird sich die Situation an den Kapitalmärkten wieder ändern, das Zinstief wird nicht ewig anhalten. Aktuell ist diese Aussicht nur ein schwacher Trost, doch bis in 4 oder 5 Jahren kann sich das Blatt gewendet haben und festverzinsliche Wertpapiere können wieder ordentliche Renditen abwerfen.

Von vornherein bessere Renditen gibt es bei den von uns bevorzugten britischen oder kanadischen Versicherungsgesellschaften bzw. bei modernen, kapitalmarktnahen Angeboten verschiedenster Anbieter: Wer keine Angst vor Aktien hat und seinen Vermögensaufbau auf lange Sicht plant, kann damit sowohl die Deutsche Rentenversicherung Bund als auch die konventionellen Lebensversicherungsprodukte hinter sich zurücklassen  und zudem in der Auszahlphase von deutlich mehr Flexibilität profitieren: Hier gibt es neben flexiblen Verrentungsmöglichkeiten auch die Wahl zu höheren Einmalauszahlungen, etwa um Restschulden zu tilgen oder bestimmte Anschaffungen zu tätigen.

Wie sieht Ihre persönliche Rentenstrategie aus?

Machen also die Zuzahlungen zur gesetzlichen Rentenversicherung überhaupt keinen Sinn? So pauschal wollen wir das bei Hengstenberg & Partner nicht sagen. Es gibt schon Sonderfälle, in denen solche Zuzahlungen sinnvoll sein können.

Mit der Flexirente haben sich die Handlungsoptionen auf jeden Fall vermehrt, das Thema Vorsorge-Strategie wird damit um ein paar Nuancen vielfältiger  aber leider auch komplizierter. Im Bedarfsfall ziehen wir zu solchen Gesprächen deshalb auch einen (kostenpflichtigen) Rentenberater hinzu.

Anstatt freies Geldvermögen in die Deutsche Rentenversicherung Bund zu geben, kann auch über ein Pflegekautionskonto oder andere sinnvolle Lösungen für die Vorsorge nachgedacht werden - man muss nur über den Tellerrand schauen.

Insgesamt bietet sich das Thema "Flexirente" an, um über den eigenen Renteneintritt nachzudenken, auch wenn dieser noch 15 Jahre, 20 Jahre oder sogar noch länger entfernt liegt, sowie die individuelle Situation zu analysieren und auf die verschiedenen Handlungsoptionen hin zu überprüfen.

Gerne können Sie mit uns unverbindlich über Ihre persönliche Vorsorge-Strategie sprechen.

Autor: Das H&P-Team Datum: 21. Oktober 2016

Kategorien: Vorsorge

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