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Fachkräfte werden knapper, Belegschaften älter und die gesetzliche Krankenversicherung zahlt immer weniger – bei gleichzeitig steigenden Beiträgen. Unternehmen, die ihren Mitarbeitern trotzdem gute medizinische Versorgung bieten wollen, greifen zur betrieblichen Krankenversicherung. 

Was ist die betriebliche Krankenversicherung?

Be einer bKV schließen Sie als Arbeitgeber einen Rahmenvertrag mit einer privaten Krankenversicherung ab und wählen einen oder mehrere Tarife für Ihre Mitarbeiter aus. Die betriebliche Krankenversicherung ist kein gesetzlich definiertes Produkt, sondern ein Sammelbegriff für diese Konstruktion. Was konkret versichert ist – Zahnarzt, Brille, wahlärztliche Behandlung, stationäres Einbettzimmer, Vorsorgeuntersuchungen – hängt vom gewählten Tarif ab.

Weil der Vertrag über das Unternehmen läuft, entfällt für Ihre Mitarbeiter in der Regel die Gesundheitsprüfung – oder sie fällt deutlich vereinfacht aus. Wer privat aufgrund von Vorerkrankungen keinen bezahlbaren Zusatzschutz mehr bekommt, kann ihn über die betriebliche Krankenversicherung erhalten.

Angebot betriebliche Krankenversicherung anfordern

Ganz kurz gesagt

  • Privat­ärzt­liche Ver­sor­gung als Arbeit­geber­benefit
  • Auf­nahme oft ohne Ge­sund­heits­prüfung
  • Kürzere Aus­fall­zeiten, höhere Mit­arbeiter­bindung
  • Drei Fi­nan­zie­rungs­modelle möglich

Zugangsvoraussetzungen zur bKV

Die Versicherer verlangen als Gegenleistung für den Verzicht auf die Gesundheitsprüfung eine Mindestbeteiligung: entweder eine Quote aller Mitarbeiter oder eine Mindestanzahl versicherter Personen. Wird diese Quote voll erfüllt, gilt der Kontrahierungszwang – der Versicherer muss jeden Mitarbeiter aufnehmen. Wird sie nur teilweise erfüllt, gibt es je nach Anbieter eine vereinfachte Gesundheitsprüfung, manchmal ebenfalls mit Kontrahierungszwang.

Weitere Vorgaben variieren je nach Versicherungsgesellschaft: Manche verlangen ein Sammelinkasso über die Firma, andere setzen voraus, dass der Arbeitgeber selbst Versicherungsnehmer und Beitragsschuldner ist. Einige Versicherer schränken zudem bestimmte Berufsgruppen aus.

Welche Tarife gibt es in der betrieblichen Krankenversicherung?

Die meisten Versicherer strukturieren ihre bKV-Angebote in Module, die der Arbeitgeber kombinieren kann:

  • Ambulante Zusatzversicherung: Heilpraktiker, Sehhilfen, Vorsorgeuntersuchungen über GKV-Niveau hinaus
  • Zahnzusatzversicherung: Höherwertiger Zahnersatz, professionelle Zahnreinigung
  • Stationäre Zusatzversicherung: Chefarztbehandlung, Ein- oder Zweibettzimmer
  • Krankentagegeld: Ergänzung zur Lohnfortzahlung bei längerer Krankheit

Wie wird die bKV finanziert?

Grundsätzlich sind drei Modelle denkbar. Welches sich für Ihr Unternehmen rechnet, besprechen wir im Beratungsgespräch.

  1. Arbeitnehmerfinanziert, Beitrag zahlt der Arbeitnehmer selbst. Der Arbeitgeber schließt den Rahmenvertrag, trägt aber keine Kosten. Dieses Modell ist für den Arbeitgeber am einfachsten, wird aber nur von wenigen Anbietern angeboten – und die nötige Beteiligungsquote ist schwerer zu erreichen, wenn die Mitarbeiter selbst zahlen sollen.
  2. Arbeitnehmerfinanziert, Beitrag zahlt der Arbeitgeber. Der Arbeitnehmer gilt versicherungsrechtlich als Finanzier, der Arbeitgeber übernimmt die Zahlung organisatorisch. Mehr Anbieter, einfachere Abwicklung.
  3. Arbeitgeberfinanziert. Der Arbeitgeber trägt die Beiträge vollständig. Die Beiträge gelten steuerrechtlich als Sachlohn – entsprechend sind sie vom Arbeitnehmer zu versteuern oder der Arbeitgeber versteuert sie pauschal.
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Keine Einheitstarife bei der bKV

Bei der betrieblichen Krankenversicherung gibt es keinen Einheitstarif. Die Frage ist immer: Welche Mitarbeiterstruktur haben Sie, welche Beteiligungsquote ist realistisch, und welches Finanzierungsmodell passt steuerlich zu Ihrem Unternehmen? Diese drei Punkte bestimmen, welche Anbieter überhaupt in Frage kommen – und das variiert erheblich.

Peter Przybilla
Geschäftsführer und Gesellschafter

Was bringt die bKV Ihren Mitarbeitern?

  • Privatärztliche Versorgung auch bei Vorerkrankungen
  • Kürzere Wartezeiten auf Facharzt- und OP-Termine und andere Benefits einer privaten Krankenversicherung
  • Behandlung durch frei wählbare Spezialisten statt durch den nächsten verfügbaren Arzt
  • Ein konkreter, spürbarer Benefit für Ihre Mitarbeiter – kein Gutschein, kein Sachgeschenk

Was bringt die bKV Ihnen als Arbeitgeber?

  • Mitarbeiterbindung ist für Ihre Mitarbeiter oft spürbarer als eine bald vergessene Gehaltserhöhung
  • Privatärztliche Versorgung ist im Recruiting ein Argument im Wettbewerb um Fachkräfte
  • Schnellere Genesung, kürzere Ausfallzeiten – das rechnet sich für Ihr Unternehmen
  • Wer in die Gesundheit seiner Mitarbeiter investiert, baut sein Image als Arbeitgeber auf

Ein konkretes Beispiel

Einer Ihrer Mitarbeiter reißt sich beim Joggen mehrere Bänder im Knie. Stehen und Autofahren: nicht möglich. Über die GKV wartet er auf einen OP-Termin – mehrere Wochen, der Spezialist ist auf Monate ausgebucht.

Haben Sie für Ihre Mitarbeiter eine bKV mit stationärer Zusatzversicherung abgeschlossen, gilt Ihr Mitarbeiter als Privatpatient. Er kommt früher an einen Spezialisten, die OP findet früher statt, er liegt im Einbettzimmer – je nach Tarif. Ob sich das auf die Ausfallzeit auswirkt, hängt vom Einzelfall ab. Was sicher ist: Ihr Mitarbeiter ist schneller dran und wird besser versorgt. Und er weiß, wem er das verdankt.

Ohne bKV wäre der Mitarbeiter in diesem Beispiel dem Versicherungsschutz einer privaten Krankenversicherung wahrscheinlich gar nicht mehr zugänglich gewesen – wegen seiner Rückenvorerkrankung.

Verbindung zur betrieblichen Altersvorsorge

Die betriebliche Krankenversicherung und die betriebliche Altersvorsorge (bAV) sind die beiden zentralen Säulen der Mitarbeiter-Benefits in Deutschland.

Sie funktionieren nach unterschiedlichen Logiken – und sprechen unterschiedliche Bedürfnisse an: Die bAV sichert langfristig die Rente, die bKV zeigt Wirkung sofort. Sinnvoll ist es, beide gemeinsam zu denken.

Gerne beraten wir Sie zu einem stimmigen Gesamtkonzept.

Passende Zielgruppen

Die bKV ist für jeden Arbeitgeber mit Mitarbeitern relevant. Besonders häufig begegnet uns das Thema bei:

  • Gesellschaftern und Geschäftsführern, die im Wettbewerb um Fachkräfte attraktiver werden wollen
  • Freien Berufen wie Ärzten, Steuerberatern und Architekten, die ihr Team langfristig binden möchten
  • Unternehmen, deren Belegschaft überwiegend gesetzlich versichert ist und von privatärztlichen Leistungen profitieren würde
Eineinhalb eckige blaue Orangen
Hengstenberg & Partner,

Ihre betriebliche Krankenversicherung

Sie möchten wissen, ob und wie eine betriebliche Krankenversicherung für Ihr Unternehmen funktioniert? Wir analysieren Ihre Situation und zeigen Ihnen, welche Anbieter und Tarife passen.

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