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18. August 2016

Bauernfängerei bei Versicherungs-Apps

Die Anbieter von Versicherungs-Apps wollen möglichst viele Kunden gewinnen, so weit so legitim. Doch ihre Marketingmethoden grenzen bisweilen an Bauernfängerei: Etwa wenn Knip mit einer "Pokémon-Versicherung" auf Kundenfang geht. 

Versicherungs-App Knip

Versicherungs-Apps waren Anfang 2016 ein großes Thema in den Medien. Das hat den neuen Anbietern viel Aufmerksamkeit und sicher auch eine ganze Menge Neukunden eingebracht. Wir haben darüber im Februar kritisch berichtet (Vorsicht: Welche ungewollten Konsequenzen Versicherungs-Apps für Sie haben können), denn vielfach war den Nutzern der neuen Apps gar nicht bewusst, dass sie mit dem Einpflegen ihrer Versicherungsdaten einen Maklerwechsel durchführen (weg vom bisherigen Betreuer und hin zum jeweiligen Anbieter der Versicherungs-App).

Zweifelhafte Versicherungen als Lockvogel-Angebot

Aktuell versucht sich der Anbieter Knip an einer neuen Masche. Dazu wird die Euphorie rund um das Smartphone-Spiel "Pokémon Go" genutzt: Weil den Spielern bei der Jagd nach den virtuellen Figuren vielleicht etwas zustoßen könnte, wird (in Kooperation mit der Barmenia) dafür eine spezielle Pokémon-Versicherung angeboten. Neukunden erhalten den Vertrag, der eine Laufzeit von einem Jahr hat, sogar kostenlos!

In Fachmedien wird das Konzept gelobt, weil es ein schönes Beispiel für neue Versicherungsprodukte in neuen, zielgruppenaffinen Vertriebswegen sei. Doch was ist das überhaupt für ein Angebot? Dahinter steht eine ganz gewöhnliche Unfallversicherung – also keineswegs ein "neues" Versicherungsprodukt – noch dazu mit lächerlichen Versicherungsleistungen, 08/15-Bedingungen und deshalb nach Ablauf der kostenlosen Phase auch viel zu teuer.

Darüber hinaus muss bedacht werden, dass die Versicherung nur für bleibende gesundheitliche Schäden aufkommt, die den Spieler auf seiner Jagd nach Pokémons treffen können: Wer sich bei einem Sturz verletzt, geht in aller Regel leer aus, denn die Verletzung heilt normalerweise wieder vollständig aus.

Über diesen ganzen Unsinn können wir nur den Kopf schütteln...

Pokémon-Spieler benötigen in erster Linie eine gute Haftpflichtversicherung

Wer sich im öffentlichen Raum auf das Spiel einlässt, benötigt in erster Linie eine gute Privathaftpflicht-Police. Denn wer beim Spielen einen Sach- oder Personenschaden Dritten gegenüber verursacht, haftet mit seinem gesamten Vermögen.

Sachschäden an fremden Eigentum und erst recht Personenschäden können sehr schnell sehr teuer werden. Hier ist ein ausreichend hoher Deckungsschutz unerlässlich, damit keine existenzbedrohenden Folgen drohen. Erst danach sollte über eine Unfallversicherung nachgedacht werden.

Und im zweiten Schritt eine Unfallversicherung – aber richtig!

Bei einer sinnvollen Unfallversicherung sollte allerdings nicht nur das Risiko des Pokémon-Spiels abgedeckt sein, sondern auch alle anderen Freizeitaktivitäten und natürlich die beruflichen Tätigkeiten.

Darüber hinaus sind ausreichende Versicherungssummen, hervorragende Bedingungen und eine leistungsstarke Gliedertaxe ein Muss – alles Anforderungen, die von der "Pokémon-Unfallversicherung" nicht einmal annähernd erfüllt werden.

Im Grunde kann man deshalb über dieses und andere Marketing-Konzepte der App-Anbieter nur lachen. Denn hier wird nur Bauernfängerei betrieben. Dem Anbieter Knip geht es gar nicht um einen guten Versicherungsschutz der Pokémon-Fans, sondern nur darum, neue Kunden zu gewinnen und deren sonstige Verträge in den eigenen Maklerbestand übernehmen zu können.

Unsere Kunden sind gut versichert

Alle potenziell an dieser Pokémon-Versicherung Interessierten laden wir gerne ein, mit uns unverbindlich über den wirklich notwendigen Versicherungsschutz zu sprechen. Da wird dann auch erfahrbar, dass unsere Kunden praktisch immer gut versichert sind und sich keine Gedanken machen müssen, wenn ein neuer Spiele-Trend aufkommt. Mit einem guten Makler sind Sie jeder Versicherungs-App meilenweit voraus.

Anne Kurschewitz

Anne Kurschewitz

Anne Kurschewitz unterstützt Hengstenberg & Partner neben ihrem Studium der Rechtswissenschaften bei der Verwaltung und im Back-Office. Sie vertritt die junge Generation bei H+P und bloggt über entsprechende Themen.

Profil von Anne Kurschewitz

Autor: Anne Kurschewitz Datum: 18. August 2016

Kategorien: Sachversicherung, In den Medien

1 Kommentar(e) zu diesem Beitrag - schreiben Sie auch einen!

  1. A. Mueller schrieb am 12. September 2016

    Stimme ich Ihnen voll und ganz zu. Mittlerweile gibt es jedoch auch Apps am Markt, die den Vertrieb unterstützen und einen echten Mehrwert schaffen. So zum Beispiel die Prio-App, bei der der Kunde wirklich nur mit seinem Betreuer verbunden ist und das Alltagsgeschäft (ohne Produktkauf) bequem per App abwickeln kann.

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